Wie funktioniert der ETF Sparplan Rechner?
Der Sparplan wird monatlich mit der Nettorendite (Rendite minus TER) verzinst. Formel: Endwert = Einmal · (1 + i)n + Rate · ((1 + i)n − 1) / i mit Monatszins i = (Rendite − TER) / 100 / 12 und Monatszahl n = Jahre · 12. Eingezahlt wurden Einmal + Rate · n, der Gewinn ist Endwert − Eingezahlt, die TER-Kosten sind die Differenz zum Wert ohne TER.
Hintergrund & Details
So liest du das Ergebnis
Der Endwert ist das, was dein Depot am Laufzeitende wert ist. Daneben siehst du, wie viel du selbst eingezahlt hast, den reinen Gewinn (Endwert minus Einzahlungen) und die Kosten durch die TER. Letztere zeigen, wie viel Rendite die laufenden Fondsgebühren über die Jahre gekostet haben – ein Posten, den viele unterschätzen.
Was eine realistische Rendite ist
Ein breit gestreuter Welt-ETF (etwa auf den MSCI World oder FTSE All-World) hat historisch im Schnitt rund 6 bis 8 % pro Jahr gebracht – über lange Zeiträume und nach starken Schwankungen. Rechne lieber mit 5 bis 7 % als Annahme; alles darüber ist möglich, aber kein verlässlicher Planungswert. Wichtig: Das ist ein Durchschnitt. Einzelne Jahre können deutlich im Minus liegen, gerade kurz vor Laufzeitende kann das wehtun.
Die TER richtig einordnen
- 0,1–0,2 %: typische, günstige Welt-ETFs – hier ist die Kostenbremse minimal.
- 0,3–0,5 %: viele Themen- oder Branchen-ETFs.
- über 1 %: meist aktiv gemanagte Fonds. Über 20+ Jahre frisst das einen erheblichen Teil des Gewinns.
Achte zusätzlich darauf, dass die TER nicht alle Kosten enthält: Transaktionskosten im Fonds und Spreads kommen on top, sind im Rechner aber nicht abgebildet.
Häufige Fehler
Der größte ist eine zu hohe, glatte Rendite ohne Puffer – die Realität schwankt. Ebenso wird die Steuer oft vergessen: In Deutschland fallen auf Kursgewinne und Ausschüttungen Abgeltungsteuer plus Vorabpauschale an, sobald der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Der Endwert hier ist vor Steuern und vor Inflation. Und: Wer mitten in einer Schwächephase verkauft, realisiert nicht den geglätteten Durchschnitt, sondern den aktuellen Kurs.
Wann der Rechner passt
Ideal für die langfristige Sparplan-Planung mit gleichbleibender Rate – der Cost-Average-Effekt und die Kostenbelastung werden sauber berücksichtigt. Für eine reine Einmalanlage ohne monatliche Rate reicht der Zinseszinsrechner. Willst du wissen, was dein Endwert in heutiger Kaufkraft wert ist, kombiniere das Ergebnis mit dem Inflationsrechner.