Wie funktioniert der Sparrechner?
Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben und mitverzinst (Zinseszins). Die Sparrate wird am Monatsanfang addiert.
Hintergrund & Details
So liest du das Ergebnis
Das Endkapital ist der Betrag, der am Ende der Laufzeit auf dem Konto liegt. Daneben zeigt der Rechner deine gesamten Einzahlungen (Startkapital plus alle Sparraten) und den Zinsertrag – die Differenz aus beidem. Genau dieser Ertrag ist das Geld, das für dich gearbeitet hat, ohne dass du etwas tun musstest.
Was realistische Werte sind
Für sichere Sparformen wie Tagesgeld oder Festgeld sind je nach Zinsphase 2 bis 4 % p.a. üblich. Wer einen breit gestreuten Aktien-ETF bespart, rechnet langfristig oft mit 5 bis 7 % im Schnitt – allerdings mit Schwankungen, die ein reiner Sparrechner nicht abbildet. Setze den Zinssatz lieber konservativ an, dann ist das Ergebnis eine ehrliche Untergrenze statt einer Wunschzahl.
Häufige Fehler
- Bruttozins verwechselt: Beworbene Lockzinsen gelten oft nur für die ersten Monate. Trag den dauerhaften Zins ein, nicht den Aktionszins.
- Steuern vergessen: In Deutschland fällt auf Zinserträge Abgeltungsteuer (25 % plus Soli) an, sobald der Sparerpauschbetrag (1.000 € pro Person) ausgeschöpft ist. Das Endkapital im Rechner ist vor Steuern.
- Inflation ignoriert: Die Zahlen sind nominal. Bei 2 % Inflation ist dein Endkapital real spürbar weniger wert.
Praktische Tipps
Der größte Hebel ist die Laufzeit, nicht der Zins. Wer fünf Jahre früher anfängt, gewinnt durch den Zinseszins oft mehr als durch einen einen Prozentpunkt höheren Zins. Spiele das ruhig durch: Verlängere die Laufzeit um fünf Jahre und vergleiche den Zinsertrag. Ebenso lohnt es sich, die monatliche Rate jährlich leicht zu erhöhen, etwa parallel zu Gehaltssteigerungen.
Wann der Rechner passt – und wann nicht
Ideal ist er für planbare Sparziele mit festem oder gleichmäßigem Zins: Notgroschen, Hauskauf-Eigenkapital, ein Polster fürs Kind. Für schwankende Aktienanlagen mit laufenden Fondskosten ist der ETF-Sparplan-Rechner genauer, weil er die TER berücksichtigt. Geht es nur um eine Einmalanlage ohne monatliche Rate, ist der Zinseszinsrechner der direktere Weg.