Wie funktioniert der Leasingrechner?
Geleast wird die Differenz aus Wert minus Anzahlung minus Restwert, verzinst über die Laufzeit – plus die Verzinsung des Restwerts.
Hintergrund & Details
Das Ergebnis zeigt die monatliche Leasingrate und die Gesamtkosten (alle Raten plus Anzahlung). Anders als beim Kredit zahlst du nicht das ganze Objekt ab, sondern hauptsächlich den Wertverlust während deiner Nutzung. Deshalb sind Leasingraten meist niedriger als Kreditraten für dasselbe Objekt – aber am Laufzeitende besitzt du nichts.
Welche Werte sind normal?
Beim Auto-Leasing liegen die Leasingfaktoren (Rate geteilt durch Bruttolistenpreis, mal 100) je nach Modell und Aktion oft zwischen 0,5 und 1,2 – darunter gilt das Angebot als günstig. Der Restwert nach 3 Jahren beträgt je nach Marke häufig 45–60 % des Neupreises. Achte auf die jährliche Kilometerbegrenzung: Sie bestimmt den kalkulierten Restwert mit.
Häufige Fehler
- Nur auf die Rate schauen: Anschaffungskosten, Anzahlung und Überführung gehören zu den echten Kosten dazu.
- Mehrkilometer unterschätzen: Jeder Kilometer über dem Vertragslimit kostet extra – das kann am Ende teuer werden.
- Rückgabeschäden ignorieren: Gebrauchsspuren über dem Normalmaß werden bei der Rückgabe berechnet.
- Pflichtversicherungen vergessen: Viele Leasingverträge verlangen eine Vollkasko, die separat zur Rate kommt.
Praktische Tipps
Vergleiche Leasing immer gegen einen Kredit für dasselbe Objekt: Der Kreditrechner zeigt, was Eigentum kosten würde. Leasing lohnt sich, wenn du regelmäßig ein neues Fahrzeug willst, den Aufwand des Wiederverkaufs scheust oder – als Unternehmer – die Raten steuerlich absetzen kannst. Verhandle den Anschaffungswert (die Basis der Rate) genauso wie beim Kauf, und prüfe, ob ein höherer Restwert im Vertrag deine Rate sinnvoll senkt.
Restwert- oder Kilometerleasing?
Es gibt zwei gängige Modelle. Beim Kilometerleasing zahlst du für eine vereinbarte Laufleistung und gibst das Fahrzeug am Ende einfach zurück – Mehr- und Minderkilometer werden abgerechnet, das Wertrisiko trägt der Leasinggeber. Beim Restwertleasing wird ein fester Restwert angesetzt; liegt der tatsächliche Marktwert am Ende darunter, musst du die Differenz nachzahlen. Für Privatkunden ist Kilometerleasing meist die kalkulierbarere und sicherere Wahl.
Wann Leasing passt – und wann nicht
Leasing eignet sich gut für gewerbliche Nutzung, planbare Kilometer und Menschen, die Wert auf ein neues, gewartetes Fahrzeug legen. Weniger sinnvoll ist es, wenn du das Objekt lange behalten, viel oder unregelmäßig fahren oder am Ende Eigentum aufbauen willst – dann ist ein Kauf oder Kredit oft die günstigere Gesamtrechnung über die Jahre.