Wie funktioniert der Sparziel-Rechner?
Aus Laufzeit und Zins werden n = Jahre · 12 Monate und der Monatszins i = Zins / 100 / 12 abgeleitet. Das Startkapital wächst auf Start · (1 + i)n, die restliche Lücke schließt die Sparrate: Rate = (Ziel − Start · (1 + i)n) · i / ((1 + i)n − 1) (bei i = 0: Lücke / n).
Hintergrund & Details
Das Hauptergebnis – die monatliche Sparrate – beantwortet eine sehr konkrete Frage: „Was muss ich ab heute jeden Monat beiseitelegen?“ Die zweite Zahl, die Einzahlungen gesamt, zeigt, wie viel davon aus deiner Tasche kommt. Die Differenz zwischen Ziel und Einzahlungen ist der Beitrag der Zinsen – also das Geld, das für dich gearbeitet hat.
So liest du das Ergebnis
Je länger die Laufzeit und je höher der Zins, desto kleiner wird die nötige Rate. Das liegt am Zinseszins: frühe Einzahlungen haben am längsten Zeit zu wachsen. Verlängerst du das Ziel von 10 auf 15 Jahre, sinkt die Rate oft stärker, als du erwartest – Zeit ist beim Sparen der größte Hebel, noch vor der Rendite.
Welche Werte realistisch sind
- Tagesgeld / Festgeld: sichere, aber niedrige Zinsen. Nimm hier den aktuell angebotenen Satz und runde eher ab.
- ETF-Sparplan (breit gestreut): historisch grob 5–7 % pro Jahr im langfristigen Mittel – aber mit Schwankungen und ohne Garantie. Für ein Ziel in 2–3 Jahren ist das zu unsicher.
- Faustregel: Je näher das Ziel, desto sicherer (und niedriger verzinst) sollte angelegt werden.
Häufige Fehler
Der häufigste Fehler ist ein zu optimistischer Zinssatz für ein kurzfristiges Ziel. Wer für die Anzahlung aufs Auto in zwei Jahren mit 7 % rechnet, kann bei einem schlechten Börsenjahr unter dem Ziel landen. Zweiter Fehler: die Inflation ignorieren. 50.000 € sind in 15 Jahren weniger wert als heute – plane das Ziel lieber etwas höher. Dritter Fehler: brutto rechnen. Auf Zinsen und Kursgewinne fallen oft Steuern an, die die Netto-Rendite drücken.
Praktische Tipps
Richte die Sparrate als Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang ein – „erst sparen, dann ausgeben“ funktioniert mit ADHS und ohne deutlich besser als am Monatsende zu hoffen, dass etwas übrig bleibt. Rechne das Ziel zur Sicherheit mit einem etwas niedrigeren Zins durch; ist die Rate dann immer noch machbar, hast du Puffer. Und prüfe einmal im Jahr, ob du noch auf Kurs bist, statt täglich aufs Depot zu schauen.
Der Rechner ist ideal für jedes konkrete Ziel mit fixem Termin: Hauskauf-Anzahlung, Weltreise, Auto, Notgroschen. Weniger geeignet ist er, wenn du eine variable Sparrate planst oder unregelmäßig große Beträge einzahlst – dann rechne in Etappen.