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Aufschlagrechner

Aus Einkaufspreis und Aufschlag deinen Verkaufspreis samt Gewinn und Marge.

✓ Geprüft von Julian Bronski · aktualisiert Juni 2026

Wie viel Aufschlag brauche ich für eine bestimmte Marge?

Rechne Aufschlag = Marge ÷ (100 − Marge) × 100. Für 30 % Marge brauchst du also 30 ÷ 70 × 100 ≈ 43 % Aufschlag. Für 50 % Marge sind es 100 % Aufschlag, für 60 % Marge sogar 150 %. Der Aufschlag ist immer höher als die Marge, weil er auf die Kosten bezogen ist, nicht auf den Verkaufspreis.

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Wie funktioniert der Aufschlagrechner?

Verkaufspreis = Einkaufspreis × (1 + Aufschlag ÷ 100). Die Marge bezieht den Gewinn auf diesen Verkaufspreis.

Hintergrund & Details

Aufschlag und Marge nicht verwechseln

Der Rechner liefert Verkaufspreis, Gewinn und Marge. Der entscheidende Denkfehler im Handel: Aufschlag und Marge sind nicht dasselbe. Der Aufschlag bezieht den Gewinn auf den Einkaufspreis, die Marge auf den Verkaufspreis. 50 % Aufschlag ergeben nur 33 % Marge. Wer mit 100 % Aufschlag kalkuliert (Verdoppeln, im Handel „Keystone“ genannt), erreicht genau 50 % Marge.

Was übliche Werte sind

Häufige Fehler

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, ein Artikel kostet dich im Einkauf 50 € netto, dazu kommen 5 € Versand und 3 € Verpackung – deine echte Kostenbasis ist also 58 €, nicht 50 €. Möchtest du eine Marge von 40 %, brauchst du laut Formel rund 67 % Aufschlag (40 ÷ 60 × 100). Das ergibt einen Netto-Verkaufspreis von etwa 97 €. Dein Gewinn liegt bei 39 € pro Stück. Erst jetzt kommt die Mehrwertsteuer obendrauf, sodass der Endkunde bei 19 % rund 115 € zahlt. Wichtig: Verkaufst du über einen Marktplatz mit 15 % Gebühr, frisst diese einen grossen Teil deines Gewinns – rechne sie wie eine zusätzliche Kostenposition mit ein, sonst bleibt am Monatsende weniger übrig als gedacht.

Praktische Tipps

Lege zuerst die Zielmarge fest, die dein Geschäft tragen muss (Miete, Personal, Gewinn), und leite daraus den nötigen Aufschlag ab – nicht umgekehrt. Prüfe danach, ob der entstehende Verkaufspreis am Markt durchsetzbar ist. Ist er zu hoch, musst du an den Kosten arbeiten, nicht an der Marge.

Wann der Rechner nicht passt: bei psychologischer Preisgestaltung (9,99 € statt 10,40 €), bei Mischkalkulation über ein ganzes Sortiment (Lockartikel quersubventioniert) oder bei wertbasierter Preisbildung, wo nicht die Kosten, sondern der Kundennutzen den Preis bestimmt. Dort ist der Kostenaufschlag nur die Untergrenze.

Häufige Fragen

Welcher Aufschlag ist üblich?
Das hängt stark von der Branche ab – im Handel oft 30–100 %, in der Gastronomie deutlich mehr.
Sind Versand und Gebühren drin?
Nein. Rechne sie in den Einkaufspreis ein, damit die Kalkulation stimmt.
Wie rechne ich von Aufschlag in Marge um?
Marge = Aufschlag ÷ (100 + Aufschlag) × 100. Bei 50 % Aufschlag: 50 ÷ 150 × 100 ≈ 33 % Marge. Die Marge ist immer kleiner als der Aufschlag, weil sie sich auf den höheren Verkaufspreis bezieht.
Was ist Keystone-Pricing?
Das ist die Verdopplung des Einkaufspreises, also 100 % Aufschlag. Es ergibt eine glatte Marge von 50 % und ist im Einzelhandel eine gängige Faustregel für die erste Kalkulation.
Sollte ich auf jedes Produkt denselben Aufschlag legen?
Nein. Sinnvoll ist eine Mischkalkulation: günstige Lockartikel mit niedrigem Aufschlag ziehen Kunden an, margenstarke Produkte tragen den Gewinn. Entscheidend ist die Gesamtmarge über das Sortiment.
Keine Finanz- oder Gesundheitsberatung. Ohne Gewähr.

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