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Margenrechner

Aus Verkaufspreis und Kosten sofort die Gewinnmarge, den Gewinn und den Aufschlag.

✓ Geprüft von Julian Bronski · aktualisiert Juni 2026

Was ist eine gute Gewinnmarge in Prozent?

Eine gute Gewinnmarge hängt von der Branche ab. Als Faustregel gilt: unter 5 % gilt als knapp, 10 % als solide und über 20 % als stark. Software und Dienstleistungen erreichen oft 30–70 %, Handel und Gastronomie meist nur 2–10 %.

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Wie funktioniert der Margenrechner?

Marge = (Umsatz − Kosten) ÷ Umsatz × 100. Der Aufschlag bezieht denselben Gewinn auf die Kosten: Aufschlag = Gewinn ÷ Kosten × 100.

Hintergrund & Details

Wie du das Ergebnis liest

Die Gewinnmarge sagt dir, welcher Anteil deines Verkaufspreises nach Abzug der Kosten als Gewinn übrig bleibt. Eine Marge von 40 % bedeutet: Von jedem eingenommenen Euro behältst du 40 Cent. Der Aufschlag daneben beantwortet eine andere Frage – nämlich um wie viel Prozent du auf deine Kosten draufschlägst. Beide Zahlen beschreiben denselben Gewinn, nur aus zwei Blickwinkeln.

Typische Werte nach Branche

Häufige Fehler

Der grösste Fehler ist, Marge und Aufschlag zu verwechseln. Wer 30 % Aufschlag rechnet, hat nicht 30 % Marge, sondern nur rund 23 %. Der zweithäufigste Fehler: brutto und netto vermischen. Rechne immer ohne Mehrwertsteuer, denn die MwSt ist durchlaufender Posten und gehört dir nicht. Drittens vergessen viele die indirekten Kosten – Versand, Zahlungsgebühren, Retouren, Lagerung. Eine Marge, die nur den reinen Einkaufspreis berücksichtigt, sieht schön aus, ist aber unrealistisch.

Praktische Tipps

Nutze die Marge, um Produkte miteinander zu vergleichen und Preise zu prüfen, nicht um die absolute Profitabilität deines Unternehmens zu messen – dafür brauchst du den Gewinn in Euro über alle Verkäufe und Fixkosten hinweg. Ein Produkt mit hoher Marge, aber kaum Absatz, bringt unterm Strich weniger als ein Produkt mit kleiner Marge und grossem Volumen. Achte deshalb immer auf das Zusammenspiel von Marge und Stückzahl.

Wann du sie (nicht) nutzen solltest

Die Gewinnmarge ist ideal für Preiskalkulation, Sortimentsvergleiche und schnelle Plausibilitätschecks. Für die Frage, ab welcher Stückzahl du deine Fixkosten deckst, ist sie nicht das richtige Werkzeug – dafür ist der Break-Even-Rechner gedacht. Und um die Rendite einer Investition zu beurteilen, schau auf den ROI statt auf die Marge.

Häufige Fragen

Marge oder Aufschlag – was ist der Unterschied?
Die Marge bezieht den Gewinn auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf die Kosten. Der Aufschlag ist immer die grössere Zahl.
Brutto oder netto rechnen?
Rechne ohne Mehrwertsteuer (netto), sonst verfälscht die MwSt die Marge.
Kann eine Marge über 100 % liegen?
Nein. Da der Gewinn auf den Verkaufspreis bezogen wird, liegt die Marge immer zwischen 0 und knapp 100 %. Nur der Aufschlag, der sich auf die Kosten bezieht, kann über 100 % steigen.
Was ist der Unterschied zwischen Bruttomarge und Nettomarge?
Die Bruttomarge zieht nur die direkten Produkt- oder Warenkosten ab. Die Nettomarge berücksichtigt zusätzlich alle anderen Kosten wie Miete, Gehälter und Steuern und ist daher immer kleiner.
Wie verbessere ich meine Marge am schnellsten?
Meist wirkt eine kleine Preiserhöhung stärker als jede Kostensenkung, weil sie direkt in den Gewinn fliesst. Prüfe ausserdem Einkaufskonditionen, reduziere Rabatte und eliminiere margenschwache Produkte.
Keine Finanz- oder Gesundheitsberatung. Ohne Gewähr.

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