Wie funktioniert der Margenrechner?
Marge = (Umsatz − Kosten) ÷ Umsatz × 100. Der Aufschlag bezieht denselben Gewinn auf die Kosten: Aufschlag = Gewinn ÷ Kosten × 100.
Hintergrund & Details
Wie du das Ergebnis liest
Die Gewinnmarge sagt dir, welcher Anteil deines Verkaufspreises nach Abzug der Kosten als Gewinn übrig bleibt. Eine Marge von 40 % bedeutet: Von jedem eingenommenen Euro behältst du 40 Cent. Der Aufschlag daneben beantwortet eine andere Frage – nämlich um wie viel Prozent du auf deine Kosten draufschlägst. Beide Zahlen beschreiben denselben Gewinn, nur aus zwei Blickwinkeln.
Typische Werte nach Branche
- Lebensmittelhandel: oft nur 1–5 % – die Masse macht's.
- Restaurants & Cafés: 5–15 % nach allen Kosten.
- Handwerk & Bau: 5–15 %.
- Beratung & Agenturen: 15–40 %.
- Software (SaaS): 60–80 % Bruttomarge auf den einzelnen Verkauf.
Häufige Fehler
Der grösste Fehler ist, Marge und Aufschlag zu verwechseln. Wer 30 % Aufschlag rechnet, hat nicht 30 % Marge, sondern nur rund 23 %. Der zweithäufigste Fehler: brutto und netto vermischen. Rechne immer ohne Mehrwertsteuer, denn die MwSt ist durchlaufender Posten und gehört dir nicht. Drittens vergessen viele die indirekten Kosten – Versand, Zahlungsgebühren, Retouren, Lagerung. Eine Marge, die nur den reinen Einkaufspreis berücksichtigt, sieht schön aus, ist aber unrealistisch.
Praktische Tipps
Nutze die Marge, um Produkte miteinander zu vergleichen und Preise zu prüfen, nicht um die absolute Profitabilität deines Unternehmens zu messen – dafür brauchst du den Gewinn in Euro über alle Verkäufe und Fixkosten hinweg. Ein Produkt mit hoher Marge, aber kaum Absatz, bringt unterm Strich weniger als ein Produkt mit kleiner Marge und grossem Volumen. Achte deshalb immer auf das Zusammenspiel von Marge und Stückzahl.
Wann du sie (nicht) nutzen solltest
Die Gewinnmarge ist ideal für Preiskalkulation, Sortimentsvergleiche und schnelle Plausibilitätschecks. Für die Frage, ab welcher Stückzahl du deine Fixkosten deckst, ist sie nicht das richtige Werkzeug – dafür ist der Break-Even-Rechner gedacht. Und um die Rendite einer Investition zu beurteilen, schau auf den ROI statt auf die Marge.